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Dies und das

Karlsminde – Hinkelsteine Teil 4

Aus dem im gestrigen Posting erwähnten Buch fand ich den Hinweis auf zwei weitere Fundplätze nördlich Eckernförde, ein Langbett und ein Dolmen. Gefunden habe ich nur das Langbett bei Karlsminde: „Drei Grabkammern (Dolmen) liegen dort in einem steingefassten „Riesenbett“, das 60m lang, 5,5m breit und 2,5m hoch ist. Die Steinumfassung besteht aus Findlingen mit einem Gewicht von 1,5 bis 2,5 t. Quarzitplatten und Lehm schließen die Zwischenräume. Die Kammern dienten als Grüfte für wiederholte Bestattungen.“ (Text übernommen von einer Infotafel des LFV)

Hoffnungsthal – Hinkelsteine Teil 3

Zur Vorgeschichte: vor etwas mehr als einem Monat endeckte ich das eBook „Auf den Spuren der Megalithiker in Schleswig-Holstein“ von André Kramer. Das ließ in mir die Idee reifen, mich in diesem Zweit-Sommer-Urlaub dem Thema Hinkelsteine und Hünengräber in Schleswig-Holstein zu widmen (wer meinem Blog folgt, erinnert sich sicher an die zwei Postings: „Albersdorf – Hinkelsteine Teil 1“ und „Süderbrarup – Hinkelsteine Teil 2“) und so wollte ich dem Hinweis auf einen Dolmen bei Lehmsiek folgen und mein TomTom schlug mir auch einen Stellplatz in der Nähe vor: Hof Hoffnungsthal (Gemeinde Goosefeld) (Bilder 08-09).
Dort eingetroffen wurde ich auf meine Fragen vom Gutsherrn darüber informiert, dass der Dolmen bei Lehmsiek im Moment bedingt durch ein hohes Maisfeld nicht zugänglich ist, aber in der Nähe des Guts ein Dolmen bei Hoffnungsthal 20-22 (Bilder 02-03) und bei Lehmsiek ein Langbett (eine Grabanlage der Trichterbecherkultur von 2500 v.Chr) (Bilder 04-07) zu sehen sei.

Haithabu

Haithabu am Südufer der Schlei – gegenüber von Schleswig – gelegen, war in der Wikingerzeit (9. bis 11. Jahrhundert) eines der bedeutendsten Handelszentren Nordeuropas. Hier kreuzten sich die wichtigsten Fernhandelswege.
Die Fähre „Hein“ brachte mich zum neuen Wikingermuseum, das Exponate von Originalfunden zeigt. 500 Meter weiter gibt es die „Wikinger Häuser Haithabu“, die die damalige Lebenswelt begreifbar machen wollen.

Schleswig

Eigentlich wollte ich heute vom Stellplatz am Hafen (Bilder 01-06) mit der Fähre zum Haithabu-Museum übersetzen, entdeckte dann jedoch, dass jetzt schon der Herbstfahrplan gilt und die Fähre nur noch an Wochenenden und am Mittwoch und Donnerstag verkehrt. Also hab ich den Besuch auf morgen verschoben, mich aufs Fahrrad geschwungen und bin in einer Regenpause zum Schloss Gottorf (10-12, 20, 21) und geradelt, um dort im Archäologischen Landesmuseum die Steinzeitabteilung (13-19) sowie das Nydamboot (22-24) zu besuchen.
Weitere Bilder:
(07, 08) St.-Petri-Dom
(09) Wiking Turm

Süderbrarup

Eigentlich wäre Süderbrarup als Dorf nicht der Rede wert, gäbe es da nicht drei Besonderheiten:

1. Die Heilige Quelle:

Nur, als ich sie besuchte, floss kein Wasser und ein Einheimischer, der in der Nähe gerade seinen Garten bestellte, meinte, dass die Quelle nur dann, wenn es kräftig geregnet hat, Wasser führt. Bemerkenswert sei, dass sogar schon Leute aus Berlin gekommen seien um hier Wasser abzufüllen und mitzunehmen. Nun ja, das Buch, das mich auf diese Quelle aufmerksam gemacht hat, sprach davon, dass Wasseruntersuchungen leichte Radioaktivität (geringer Radiumgehalt) ergeben hätten.

2. Das Thorsberger Opfermoor:

Heute nur ein größerer Teich, historisch jedoch ein dem germanischen Gott Thor geweihtes Hochmoor, in dem über die Jahrhunderte hinweg tausende Objekte versenkt wurden, die heute im archäologischen Museum in Schloss Gottdorf in Schleswig zu sehen sind.

3. Der Kummerhy

Ein Steinkreis (etwa 650-500 v. Chr), in dessen Zentrum man in einer kleinen Steinkiste die verbrannten Überreste eines Toten gefunden hat. Später wurde dann ein weiter Toter unverbrannt bestattet und über diesem Steinkreis ein Grabhügel von 15 m Durchmesser aufgeschüttet.

Maasholm

Beworben wird Maasholm als idyllisches Kleinod zwischen Schlei und Ostsee, der Wohnmobilstellplatz ist direkt am Yachthafen gelegen und auch der Ostseestrand ist nicht weit.

Tetenbüll

Im „TourSet(R) Urlaubsführer Nordsee“ findet man als Hinweis zu Tetenbüll folgendes:
Hier fühlt man sich in die gute alte Zeit versetzt: Tetenbüll ist ein Bilderbuchdorf. Der kleine Ort inmitten der Halbinsel Eiderstedt ist umgeben von Marschland, Schafen und mächtigen Bauernhöfen…
Hier meine Bilder von diesem dörflichen Kleinod:

und noch zwei Rätselfragen:
zu (07) wie heißt diese Straße auf Hochdeutsch
zu (13) und (14) was ist ein Kirchspielkrug

Sankt Peter-Ording

Sankt Peter-Ording

Die über dem Eiderfluss aufgehende Sonne weckte mich und nach Frühstück und Spülen machte ich mich auf den Weg nach Sankt Peter-Ording, wo ich mich auf dem Camping Rönkendorf im Ortsteil Böhl, direkt hinter dem Deich installierte. Dann aufs Fahrrad und auf den Deich…

…hier beim Leuchtturm Böhl, im Hintergrund die Kurkliniken von Sankt Peter-Ording, Ortsteil Bad, links in den Salzwiesen Kühe und im Watt einer der legendären Pfahlbauten.

Dann eine lange Fahrradtour durch Sankt Peter-Ording und ich muss sagen, da hat sich seit meinen bisherigen Besuchen nur wenig geändert, somit hab‘ ich auch keine neuen Bilder geschossen. Wer Bilder von Sankt Peter-Ording anschauen will, schaue auf meiner Homepage nach.

Tönning

Das Wetter versprach sonnig und warm zu werden, also auf nach Tönning, einem Städtchen am Eiderfluss, dessen Hafen in seiner heutigen Form aus dem 17. Jahrhundert stammt und das durch seinen Hafen für ganz Eiderstedt von großer Bedeutung war. Stellplatz mit Blick auf die Eider und Fahrradverbindung den Fluss entlang und ins Städtchen. Was gibts Schöneres?
im Einzelnen:
(01) Stellplatz Eiderblick
(05) geheiztes Meerwasserfreibad
(12) Schiff der Tönninger Holzschiffwerft
(13) das Greenpeace-Schiff Beluga II auf PR-Tour im Hafen
(19) „Skipperhuset“, einst Sitz einer bekannten Seefahrtschule
(25) Wohnhaus eines Kapitäns von 1728

Albersdorf

Nach Stressfreier Fahrt übers Land (Tom Tom-Anweisung: „Autobahnen meiden“), bin ich gut in Albersdorf angekommen und hab‘ einen Stellplatz im Grünen bezogen, das Grün hab ich in Hamburg vermisst (01-03). Und dann bin ich mit dem Fahrrad los gezogen auf der Suche nach Überresten der Megalithkultur, nur, die meisten Eingeborenen, die ich fragend angesprochen hab‘, sind sich gar nicht darüber bewusst, welche historischen bzw. archäologischen Schätze sich in ihrem Dunstkreis befinden. Endlich den Brutkamp gefunden (04-06) und dann ging’s weiter zum „Steinzeitpark Ditmarschen„, wo ein Steinzeitdorf aufgebaut wurde und ein „Steinzeitjäger“ seine Fähigkeit, Feuer mit dem Feuerbogen zu machen, demonstrierte (22-24).

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